Beruflicher Werdegang: Vom Ausprobieren zum Ankommen
Klaudias berufliche Reise begann mit einer Lehre als Wäschenäherin. Schon sehr früh merkte sie jedoch, dass dieser Beruf nicht das Richtige für sie war. Anstatt in einem Job zu bleiben, der sie nicht erfüllte, traf sie eine bewusste Entscheidung und brach die Lehre ab. Es folgten Tätigkeiten in unterschiedlichen Unternehmen – zunächst vor allem, um Geld zu verdienen und beruflich Fuß zu fassen.
Nach der Karenz wuchs der Wunsch, wieder in einem Teilzeitmodell zu arbeiten, das sich gut mit dem privaten Leben vereinbaren ließ. Klaudia nutzte diese Phase für einen Neustart über den zweiten Bildungsweg: Sie absolvierte die Ausbildung zur Bürokauffrau und erweiterte ihr Profil zusätzlich mit einer Weiterbildung zur IT-Trainerin. Diese Kombination eröffnete ihr neue Möglichkeiten und führte sie für rund fünf Jahre in die Tätigkeit als IT-Trainerin. Als in diesem Bereich die Förderungen gekürzt wurden und der Trainingsbereich ihres damaligen Unternehmens eingestellt wurde, stand sie erneut vor einer Veränderung – und nahm sie an.
Einstieg bei weba und Lernen „on the job“
Über eine ehemalige Arbeitskollegin kam Klaudia etwa 2008 zu weba und startete im Datenmanagement. Damals war dieser Bereich noch dem Engineering untergeordnet und die Aufgaben waren äußerst vielfältig. Von Datenversand über Bauteil- und Zeichnungsvergleiche bis hin zur Pflege von Teilelebensläufen reichte das Spektrum.
Lernen mit Eigeninitiative und Team-Support
Besonders prägend war für Klaudia die erste Arbeit mit CATIA. Ohne Vorerfahrung eignete sie sich das notwendige Wissen Schritt für Schritt an – unterstützt von ihren Kolleg:innen aus dem Engineering und getragen von hoher Eigenmotivation. Dieses „Learning by Doing“ war nicht nur fachlich wertvoll, sondern gab ihr auch das Selbstvertrauen, sich immer wieder in neue Themen einzuarbeiten.
Neue Perspektiven: IT, technischer Vertrieb und Einkauf
Nach einigen Jahren wechselte Klaudia in die IT, mit dem Ziel, sich dort weiterzuentwickeln und stärker in technische Themen einzutauchen. Mit der Zeit stellte sie jedoch fest, dass reine Backend-Tätigkeiten nicht ihren Interessen entsprachen. Stattdessen zog es sie näher an die Schnittstelle zwischen Technik und Mensch – und damit in den technischen Vertrieb.
Dort war sie für die Aufbereitung von Anfrage- und Bauteildaten verantwortlich. Was heute stark digitalisiert ist, war damals noch echte Detailarbeit: Jedes Bauteil wurde per Screenshot erfasst, technisch detailliert beschrieben und so aufbereitet, dass der technische Vertrieb eine fundierte Bewertung vornehmen konnte. Diese Phase vertiefte ihr technisches Verständnis und schärfte zugleich ihren Blick für Produkte, Prozesse und Zusammenhänge.
Parallel dazu unterstützte Klaudia zeitweise auch den Einkauf, als sie während der Karenz einer Kollegin kurzfristig einsprang. Aufgaben wie Rechnungskontrollen sowie der Einkauf von Betriebsmitteln und Arbeitskleidung gehörten in dieser Zeit zu ihrem Alltag. Rückblickend sagt sie, dass ihr der Einkauf besonders gut gefallen hat – eine Erfahrung, die ihren Blick für Prozesse weiter geschärft hat.
Angekommen im Vertriebsinnendienst
Dankbarkeit für Vertrauen und Entwicklungschancen
Seit rund zehn Jahren ist Klaudia nun im Vertriebsinnendienst tätig – eine Chance, für die sie weba besonders dankbar ist. Trotz reduzierter Stunden und paralleler Aufgaben im Datenmanagement erhielt sie das Vertrauen, diese Position zu übernehmen, auch wenn ursprünglich eine Vollzeitkraft vorgesehen war.
Heute umfasst ihr Aufgabenbereich unter anderem die Pflege von Kunden- und Lieferantenportalen, die Anlage und Bearbeitung von Anfragen, den Datenversand sowie die Projektanlage. Die Tätigkeit ist für Klaudia nach wie vor spannend, vor allem weil sie dadurch immer tieferen Einblick in die Produkte erhält. Besonders gerne erinnert sie sich an ihre ersten Fertigungsrundgänge. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch kaum eine konkrete Vorstellung davon, was Werkzeugbau tatsächlich bedeutet. Umso beeindruckender war es für sie zu sehen, wie aus Daten reale Bauteile entstehen und welche Maschinen dabei im Einsatz sind – ein echtes Highlight, das ihr Verständnis für das Produkt nachhaltig geprägt hat.
Arbeitsalltag mit Freiraum und Miteinander
Rückblickend kann Klaudia sagen, dass viele Stationen ihres Berufslebens wertvoll waren. Am meisten erfüllt sie jedoch ihre heutige Tätigkeit. Ausschlaggebend dafür sind die weitgehend freie Zeiteinteilung, die abwechslungsreichen Aufgaben, der Kontakt zu unterschiedlichen Abteilungen und die Möglichkeit, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten – immer eingebettet in ein starkes Team.
An weba schätzt sie besonders das positive Betriebsklima und die gegenseitige Unterstützung. Benefits wie Essens- und Kaffeezulagen, Leistungen des Betriebsrats oder gemeinsame Veranstaltungen sind für sie keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Zeichen von Wertschätzung. Ebenso wichtig sind für sie die Möglichkeit zum Homeoffice, flexible Arbeitszeiten und das Vertrauen, auch kurzfristig Urlaub nehmen zu können. Dass Kolleg:innen in solchen Fällen einspringen, zeigt für sie den gelebten Teamgeist.
Motivation durch Menschen
Ihre größte tägliche Motivation bei der Arbeit sind für Klaudia ganz klar ihre Kolleginnen. Der Austausch, die Gespräche und das Gefühl, inkludiert zu sein, machen für sie den Unterschied. In einem unterstützenden Umfeld lassen sich auch größere Herausforderungen leichter meistern – selbst Aufgaben, die nicht zur absoluten Lieblingsbeschäftigung zählen.
„Charakter ist nicht das, was wir zeigen, sondern das, was bleibt, wenn niemand zusieht.“ (Timo Ertel)
Ein Zitat, das Klaudia besonders mag, weil es zeigt, dass Menschen oft tiefgründiger sind, als sie nach außen wirken, und viele mehr tragen, als sie zeigen.
Privatleben: Freiheit, Natur und neue Horizonte
Privat ist Klaudia gemeinsam mit ihrem Mann und ihrem Hund so oft wie möglich mit dem Wohnmobil unterwegs – quer durch Europa. Auch an Wochenenden nutzen sie jede Gelegenheit, um neue Orte zu entdecken. Für sie bedeutet das Reisen nicht nur Erholung, sondern vor allem Freiheit und Ausgleich.
Die Freiheit, spontan zu entscheiden, wohin es geht, wann man weiterfährt und wo man stehen bleibt, schätzt sie besonders. Küche, Bad und Schlafzimmer immer dabei – genau das macht für sie den Reiz des Campinglebens aus.
Auf ihrer persönlichen Bucket List steht noch der nördlichste Punkt Europas. Auch Dänemark möchte sie künftig intensiver bereisen, nachdem sie beim Durchfahren bereits von der Landschaft begeistert war. Ihr bisheriges Lieblingsziel bleibt jedoch Sylt – nicht wegen seines Rufs, sondern wegen des Klimas und der beeindruckenden Natur.
Fun Fact: Klaudia ist handwerklich sehr begabt und setzt viele Projekte privat selbst um – vom Bodenstemmen bis zum Betonieren
Werte, Haltung und persönliche Perspektiven
Der perfekte Tag
Ein perfekter Arbeitstag ist für Klaudia dann erreicht, wenn alle Aufgaben gut erledigt sind, alles stimmig läuft und nichts offen bleibt. Privat braucht es dafür nicht viel: ein harmonischer, stressfreier Tag – egal ob entspannt zu Hause oder am Meer bei Sonnenschein.
Rat an junge Menschen am Karriereanfang
Jungen Menschen rät Klaudia, Dinge einfach auszuprobieren und Chancen zu nutzen. Zweifel sollte man nicht überbewerten, denn Entscheidungen lassen sich jederzeit neu treffen. Selbst wenn etwas nicht wie geplant funktioniert, bleibt immer die Erfahrung und das Gelernte – und genau darin liegt die persönliche Weiterentwicklung.
Klaudia zeigt, dass es im Arbeitsleben nicht darum geht, von Anfang an alles zu wissen oder den perfekten Plan zu haben. Entscheidend ist, offen zu bleiben, Chancen anzunehmen und sich in einem Umfeld wiederzufinden, in dem man gesehen und unterstützt wird. Bei weba hat sie genau diesen Platz gefunden – einen Arbeitsplatz, an dem Vertrauen, Zusammenhalt und Entwicklung gelebt werden. Und genau das spürt man auch im Alltag: in der Zusammenarbeit, im gegenseitigen Respekt und im gemeinsamen Weitergehen.